Izložbe „Das Rote Wien (1919-1934)“ i „Neue Heimat. Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten (1950-1982)“
U Beču i Hamburgu u tijeku su dvije izložbe koje preispituju socijaldemokratsko nasljeđe 20. stoljeća u nastojanju za osiguravanjem stanovanja za sve, što ni danas nimalo ne gubi na aktualnosti.
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Das Rote Wien
1919-1934
Red Vienna
1919-1934
30 April 2019 to 19 January 2020
Die ersten freien Wahlen zum Wiener Gemeinderat im Mai 1919 bringen der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei die absolute Mehrheit. Ein international viel beachtetes, von seinen Gegnern heftig bekämpftes soziales, kulturelles und pädagogisches Reformprojekt beginnt, das eine tief greifende Verbesserung der Lebensbedingungen der ArbeiterInnen und eine Demokratisierung aller Lebensbereiche anstrebt.
Die Ausgangslage nach dem Ersten Weltkrieg ist katastrophal. Wien ist die Krisenstadt des Kontinents. Zur ersten Herausforderung wird die Wohnungsfrage. Auf der Grundlage einer revolutionären Fiskalpolitik („Luxussteuern“) werden bis 1934 mehr als 60.000 Wohnungen sowie zahlreiche Sozial, Gesundheits, Freizeit, Bildungs und Kultureinrichtungen geschaffen.
https://www.wienmuseum.at/de/ausstellungen/aktuell/ansicht/das-rote-wien-1919-1934.html
Vienna’s first free munic ipal election, held in May 1919, results in an absolute majority for the Social Democratic Party. A reform project commences, attracting much attention from admirers abroad and fierce antagonism from opponents at home. The goal is a farreaching democratization of society as well as the dramatic improvement of workers‘ living conditions.
The initial situation is catastrophic. In the wake of World War I, Vienna is in a state of massive crisis. Housing is the central issue. A revolutionary fiscal policy, built around a luxury tax, provides funding for the creation of over 60,000 apartments along with numerous social, leisure, and cultural facilities by 1934.
https://www.wienmuseum.at/en/exhibitions/upcoming/detail/das-rote-wien-1919-1934.html
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Museum für Hamburgische Geschichte
Neue Heimat. Eine sozialdemokratische Utopie und ihre Bauten
27. Juni 2019 bis 06. Oktober 2019
Die „Neue Heimat” war der größte und bedeutendste nichtstaatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. Nach dem Motto »Wir machen alles« wurden auch Universitäten, Kongresszentren, Großkliniken gebaut. Damit prägte der Konzern das Gesicht der Bundesrepublik städtebaulich und architektonisch nachhaltig: Er war Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunternehmen mit Hauptsitz in Hamburg mehr als 400.000 Wohnungen und darüber hinaus seit den sechziger Jahren auch zahlreiche Kommunal- und Gewerbebauten in Deutschland geplant und ausgeführt – die Mehrzahl davon steht noch heute. Die „Neue Heimat“ war ein Hoffnungsträger für die Teilhabe am Wirtschaftswunder. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens Anfang der achtziger Jahre wirkte wie ein Schock auf die westdeutsche Bevölkerung und markierte das Ende einer Epoche.
https://shmh.de/de/die-neue-heimat