{"id":29269,"date":"2022-01-17T18:06:11","date_gmt":"2022-01-17T18:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/historiografija.hr\/?p=29269"},"modified":"2022-01-17T18:06:11","modified_gmt":"2022-01-17T18:06:11","slug":"online-diskussion-hat-europa-weggeschaut-solidaritat-mit-bosnien-herzegowina-1992-1995","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/historiografija.hr\/?p=29269","title":{"rendered":"Online-Diskussion \u201eHat Europa weggeschaut? Solidarit\u00e4t mit Bosnien-Herzegowina 1992-1995\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>U \u010detvrtak, 20. januara 2022. u 18 sati odr\u017eat \u0107e se online panel-diskusija \u201eHat Europa weggeschaut? Europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t mit Bosnien-Herzegowina 1992-1995\u201c (Da li je Evropa okrenula glavu na drugu stranu? Evropska solidarnost tokom rata u Bosni i Hercegovini 1992-1995.).<\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Internationale Gemeinschaft hat w\u00e4hrend des Krieges in Bosnien-Herzegowina (BiH) weggeschaut und nicht in den Krieg eingegriffen<\/em> \u2013 so der Vorwurf, der sowohl in Bosnien-Herzegowina, als auch im Rest Europas laut wurde. Viele f\u00fchlten sich von der europ\u00e4ischen Politik alleine gelassen, obwohl sich die meisten Bosnier:innen doch selbst als Teil Europas sahen und sehen. Trotzdem gab es viele zivilgesellschaftliche Akteur:innen, die in Bosnien und Herzegowina w\u00e4hrend des Krieges aktiv wurden, selbstorganisierte Hilfstransporte durchf\u00fchrten, Informationskampagnen in den Herkunftsl\u00e4ndern organisierten und teilweise auch gegen die Politik der eigenen Regierungen protestierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die transeurop\u00e4ische Organisation <em>International Workers Aid (IWA)<\/em> mit Aktivist:innen aus unterschiedlichen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern bietet ein heute wenig bekanntes Beispiel von zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, die durch humanit\u00e4re und politische Arbeit versuchten, dem Krieg etwas entgegenzusetzen: Sie organisierten Hilfskonvois mit Lebensmitteln in die multiethnische Stadt Tuzla und unterst\u00fctzten durch verschiedene Projekte die lokale Bergbaugewerkschaft. <em>Sch\u00fcler Helfen Leben (SHL)<\/em> sowie die <em>Bosnien-Hilfe<\/em> waren zwei weitere Beispiele.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Veranstaltung \u201eHat Europa weggeschaut?\u201c sprechen Kathrin Jurkat und Thomas Schad, Historiker:innen und ehemalige Freiwillige in BiH, mit Nicolas Moll, Nenad Stefanov und Julia Saldenholz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Julia Saldenholz<\/strong> engagierte sich fr\u00fch bei der Organisation Sch\u00fcler Helfen Leben (SHL), die 1992 von Gymnasiast:innen gegr\u00fcndet wurde, um Hilfsprojekte f\u00fcr und mit bosnischen Jugendlichen durchzuf\u00fchren. 1995 war sie als Freiwillige in Mostar, wo SHL unter anderem den Wiederaufbau einer zerst\u00f6rten Schule organisierte. Heute ist sie Journalistin des Norddeutschen Rundfunks und sch\u00e4tzt ihr Engagement in Bosnien-Herzegowina als eine sehr pr\u00e4gende Zeit ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nenad Stefanov<\/strong> ist Koordinator des Zentrums Crossing Borders \u2013 Borders Crossing an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin. Er hat in den 1990er Jahren als Student die Initiative Bosnien-Hilfe an der Universit\u00e4t Frankfurt a.M. ins Leben gerufen, die in Zusammenarbeit mit antinationalistischen Friedensakteur:innen aus dem ehemaligen Jugoslawien durch Konferenzen und Publikationen \u00fcber den Krieg in Bosnien informierte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nicolas Moll <\/strong>ist freischaffender Historiker und forscht zu zivilgesellschaftlicher Solidarit\u00e4t auf europ\u00e4ischer Ebene w\u00e4hrend und nach dem Bosnienkrieg in den 1990er Jahren. Er ist Kurator der Ausstellung \u201eWake up Europe! Support and solidarity mobilisations with Bosnia and Herzegovina and its citizens, 1992-1995\u201c, die derzeit im Historischen Museum Sarajevo zu sehen ist, und Autor des Buches \u201eSolidarity is more than a slogan\u201c, das die Arbeit der International Workers Aid aufarbeitet und dokumentiert. Nicolas\u2018 Buch kann \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.rosalux.eu\/en\/article\/1949.solidarity-is-more-than-a-slogan.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Seite der Rosa Luxemburg Stiftung Br\u00fcssel<\/a> im Open Access Format heruntergeladen sowie bestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam sprechen wir dar\u00fcber, wie eine Unterst\u00fctzung der lokalen Bev\u00f6lkerung w\u00e4hrend des Kriegs m\u00f6glich war und welche Beweggr\u00fcnde die Aktivist:innen hatten, in ein Kriegsgebiet zu gehen, um zu helfen. Wie sah die Solidarit\u00e4tsarbeit konkret aus? Welches Selbstverst\u00e4ndnis hatten die Aktivist:innen zu dieser Zeit und welche emotionalen aber auch pers\u00f6nlichen Verbindungen bauten sie zur Region auf? Oder war diese bereits vorher gegeben?<\/p>\n\n\n\n<p>Am 20.01.2022, 18:00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Ort: Online via Zoom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmeldung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anmeldung f\u00fcr die Veranstaltung bitte an: <a href=\"mailto:\">kathrin.jurkat@balkanbiro.org<\/a>. Der Zoom-Link wir einen Tag vor der Veranstaltung mitgeteilt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ansprechpersonen und Moderation:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas Schad,<\/strong> ehemaliger Freiwilliger bei SHL in Sarajevo (2000-2002) und Historiker f\u00fcr S\u00fcdosteuropa, <a href=\"mailto:\">thomas.schad@fu-berlin.de<\/a><br><br><strong>Kathrin Jurkat,<\/strong> ehemalige Freiwillige des Friedenskreis Halle e.V. in Tuzla (2002-2003) und Historikerin f\u00fcr S\u00fcdosteuropa, <a href=\"mailto:\">kathrin@jurkat.de<\/a>, <a href=\"mailto:\">kathrin.jurkat@balkanbiro.org<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.sogde.org\/de\/events\/hat-europa-weggeschaut\/\">https:\/\/www.sogde.org\/de\/events\/hat-europa-weggeschaut\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Vi\u0161e informacija:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Da li je Evropa okrenula glavu od BiH?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/historiografija.ba\/article.php?id=955\">https:\/\/historiografija.ba\/article.php?id=955<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":29270,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-29269","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-novosti"],"acf":{"facebook_opis":""},"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/historiografija.hr\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/iwa_thomas_proctor.jpg?fit=1100%2C732&ssl=1","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack-related-posts":[{"id":54420,"url":"https:\/\/historiografija.hr\/?p=54420","url_meta":{"origin":29269,"position":0},"title":"Anna H\u00e1jkov\u00e1, &#8220;Das letzte Ghetto. 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